Freizeitaktivitäten

8. NRW-Cup im Luftgewehrschießen in Moers

Am 06.08.2016 fand der 8. NRW-Cup im Luftgewehrschießen bei den Sportschützen des SC. Rheinkamp in Moers statt. Es traten 20 Schützinnen und Schützen zum spannenden Wettkampf an.

Als Sieger ging die 1. Mannschaft der Schützenbruderschaft St. Servatius 1948 Siegburg-Zange e.V. mit 888 Ringen nach einem packenden Wettkampf hervor. Der Mannschaft gehörten Ilse Glatzel, Anne Wingender, Andreas Glatzel und Günter Wingender an. Von diesen 4 wurden die drei Besten gewertet.

Ilse Glatzel wurde beste Einzelschützin mit 296 Ringen knapp vor Anne Wingender die auch 296 Ringe geschossen  hatte. Ilse erreichte bei den letzten Schüssen 100 und Anne 99 Ringe. Als bester Einzelschütze errang Günter Wingender auch 296 Ringe.

So konnten die Siegburger Schützinnen und Schützen mit allen erreichbaren Wettkampfsiegen die Heimreise antreten!

Dem Veranstalter des Sc. Rheinkamp Sportschützen sei hier noch einmal recht herzlich für die gute Durchführung und Betreuung gedankt.

Pokaluebergabe
Pokalübergabe
Siegermannschaft
Siegermannschaft
Die Freiheit ist‘s

Text erschienen am  30.07. im Bonner Blickpunkt/Schaufenster:

Uschi ist ganz hin und weg: „Ich bin früher schon Motorrad gefahren.
Und fahre heute noch gern mit dem Roller mit. Das Motorradfahren ist für mich eine alte Liebe.“
Stilecht mit schwarzer Lederjacke und knallrotem Helm entert sie die BMW von Horst.
Der hat eine Kutte an. Da steht in dicken Lettern „Blue Knights“. „Die Blue Knights sind ein Motorradclub, der aus Polizisten besteht“, erklärt deren Präsident, Ray. Ray ist mit seiner Honda gekommen. Wie die anderen will er einigen Sehbehinderten und Blinden einen Gefallen tun. Und sie mitnehmen auf einen Motorradtrip nach Ahrweiler.
Von der Rigal’schen Wiese aus soll’s los gehen. „Wir haben 25 bis 30 Mitglieder“, so Ray. „Zum größten Teil Polizisten. Die Bewegung der Blue Knights kommt aus den USA. Der Name „Blaue Ritter“ hängt zusammen mit deren Uniformen, die damals blau waren. 1974 gegründet, kam die Bewegung nach Europa. Dort wurde als erstes europäisches Chapter die Gruppe in Bonn gegründet. Das war 1989. Heute gibt es deutschlandweit 36 Chapter.
Deren Ziele sind schnell erzählt: Gegründet mit dem Anspruch, den Straßenverkehr zu regeln, kümmern sich die knights außer um das Motorradfahren und das Clubleben um soziale Zwecke. So unterstützt das Chapter Germany I mit dem Sitz in Bonn etwa ein Kinderheim für Kids, deren Eltern suchtkrank sind und deshalb ihre Kinder nicht mehr betreuen können. Oder sie kümmern sich eben um Menschen, die erkrankt sind. Und die sich riesig freuen, „zurück ins Leben zu kommen“, wie, es Hugo, Vorstand des Blindenvereins Bonn, ausdrückt.
„Es ist die Freiheit auf dem Motorrad, die bringt’s“, schwärmt Uschi.
Sie ist erst im reifen Lebensalter erblindet.
Heute ist von Sorgen nichts zu spüren. Die dicke BMW zwischen den Beinen, geht es auf Tour. Horst ist ein erfahrener Biker: „Ich bin pensioniert. Und liege jedes Wochenende unter meiner Maschine. Irgendwas ist immer zu tun. Und wenn es putzen ist. Ein echtes Hobby eben“ lacht er.
Da, ein Rasseln. Das kann nur eine Ducati sein. Königswelle. Daher das typische Rasseln. Uli ist endlich eingetroffen. Dann kann’s ja los gehen. Elisabeth sucht noch die passende Jacke. „Ich bin früher oft Motorrad gefahren. Eine alte Leidenschaft“, freut sie sich. Zum dritten Mal ist das Chapter Germany I aus Bonn mit den Sehbehinderten unterwegs. „Wir haben uns mal bei einem Sommerfest der Dienststelle intensiv ausgetauscht“, erzählt  Hugo.
„Und seitdem bieten wir das einmal im Jahr an.” Gerd, Horst, Ray und Ulli verteilen Helme, helfen ihren Beifahrern auf die Sitzbank und dann kann’s losgehen: Auf in die große Freiheit. Den Wind um die Ohren wehen lassen. Horsts BMW hat sogar Radio an Bord. Von der Maschine könnte man essen, so sauber ist sie, obwohl sie schon zweimal um die Welt gefahren ist.
„Das ist eben Hobby.“ Es ist nur schwierig, wenn man in Urlaub Fährt. „Mit dem Gepäck: Nicht für mich. Für die Beifahrerin.“ Was ein echter Biker ist, er braucht nicht viel. Die Maschine unter sich, den Fahrtwind um die Ohren und ein Ziel.
So geht das Leben fast wie von selbst. Unbeschwert. Auf der Autobahn fegt eine andere Maschine an den Blue Knights vorbei: MV Agusta, schnell, rot, elegant. Aber in dieser Ausführung für Beifahrer völlig ungeeignet. Uschi würde mit niemandem tauschen.
Die BMW mit Horst bereitet ihr einen unvergesslichen Tag. So werden Träume wahr. Mitten in Bad Godesberg. An einem ganz normalen Samstag.

Gruppenbild
Gruppenbild (Foto©BSV-Bonn)
Uschi mit Horst
Uschi mit Horst (Foto©BSV-Bonn)
Fahrt nach Marburg zum Louis-Braille-Festival mit einem Reisebus

Am 01.07.2016 um 09.00 Uhr hieß es für 24 Mitglieder des BSV Bonn/Rhein-Sieg e.V.  auf nach Marburg zum Louis-Braille-Festival. Um 12.00 Uhr erreichten wir das Hotel „Bellevue“ in Marburg-Wolfshausen, bezogen unsere Zimmer und danach ging es zum Festivalgelände. Ausgestattet mit unseren Festivalausweisen konnten wir starten. Da das Programm sehr vielseitig war, bildeten wir kleine Gruppen und so konnte jeder seinen Interessen nachgehen. Um 21.00 Uhr war Treffpunkt am Bus der uns zurück ins Hotel brachte.
Samstag früh nach einem reichhaltigen Frühstück waren alle wieder bereit für einen neuen Tag im Georg-Gaßmann-Stadion. Es bildeten sich wieder kleine Gruppen, die unterschiedliche Veranstaltungen wie „Spiel ohne Grenzen, Singen eines Chores, Auftritte verschiedener Sängerinnen und Sänger aus eigenen Reihen und vieles mehr“ besuchten. Darüber hinaus gab es ein sportliches Angebot wie Schießen, Tandem-Fahren, Geschicklichkeitsspiele, das Fahren mit Go-Card und das Klettern an der Kletterwand. Die beiden letzteren sportlichen Aktivitäten sind im anliegenden Video zu sehen.
Auch die Vorstellung der einzelnen Landesverbände fehlte bei diesem Festival nicht. Es wurde insgesamt ein sehr abwechslungsreiches Programm angeboten. Detailliertere Informationen zum kompletten Ablauf des Louis-Braille-Festivals  finden Sie auf der Webseite des DBSV: http://www.dbsv.org/dbsv/festival-2016/.
Der Bus sollte an diesem Tag wegen dem anstehenden EM-Spiel schon um 18.30 Uhr zurück zum Hotel fahren. Nach einem spannenden Fußballspiel und kurzer Nacht startete der Bus am Sonntag schon mit den Ersten um 09.30 Uhr zur Elisabeth Kirche nach Marburg. Der zweite Teil folgte um 10.30 Uhr zum Festzelt an der Kirche. Nach einem Stadtbummel, Einkehr, und Treffen von Bekannten traten wir um 15.00 Uhr die Heimreise an. Um 17.30 Uhr waren wir wieder zurück in Bonn. Es war ein gelungenes Fest, ein tolles Wochenende und eine Supertruppe einschließlich super Busfahrer.

Jutta und Hugo Ueberberg

 

Reiseempfehlung

Barrierefreies Hotel in Italien

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Beschreibung Ferienhaus Blinde und Sehbehinderte in Tirrenia Italien als PDF: Download PDF Ferienhaus für Blinde und Sehbehinderte
Informationen über das Ferienhaus für Blinde und Sehbehinderte in Tirrenia, Italien, als PDF-Datei zum Download (
pdf, 338.4K, 07/20/15)

Freizeitaktivitäten – Archiv

BSV Bonn veranstaltet eine Reise in den Harz nach Wernigerode

Wernigerode – Erster Teil

Wernigerode – Zweiter Teil

BSV Bonn besucht das Deutsche Olympia-Museum in Köln

Schneller – höher – weiter
BSV Bonn besucht das Deutsche Olympia-Museum in Köln
(von Erika und Ewald Heck, Troisdorf)

„… und hier habe ich einen Turnschuh der Größe 59!“ sagt Jennifer Guthoff und hebt einen überdimensionalen Schuh eines amerikanischen Basketball-Spielers in die Höhe. Wir sind
platt und lassen das gute Stück kreisen.

Am Freitag, 9. November 2012, war der BSV Bonn/Rhein-Sieg mit 10 Personen zu Gast beim Deutschen Olympia-Museum in Köln. Um 16.30 Uhr begrüßte die Sportlehrerin Jennifer Guthoff uns im Foyer des Museums und vermittelte in einem zweistündigen Rundgang einen sehr informativen, kurzweiligen und humorvollen Einblick in die Welt des Sports.

Zunächst ging es durch einen „Zeittunnel“ zurück in die Antike. Uns wurden viele sportliche Details aus Olympia ausführlich beschrieben. Dem Sieger einer Disziplin wurde ein Kranz aus Olivenzweigen überreicht, der ihm ein sorgenfreies Leben sicherte! Es durften Ausstellungstücke und Skulpturen in die Hand genommen werden. Am Miniaturmodell des Olympiastadions gab es Infos in Braille zu lesen.

Weiter ging die Reise ins 19. Jahrhundert zu Turnvater Jahn. Pferde, Kästen, Barren und Sprossenwände waren damals schon gut bekannt. Im Jahre 1896 wurden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit ausgetragen. Die damalige Sport– und Badebekleidung bedeckte den Körper von der Schulter bis zur Wade. Frauen waren von sportlichen Aktivitäten bis etwa 1920 ausgeschlossen!

Die kontinuierliche Leistungssteigerung bei den Sportlerinnen und Sportlern wurde uns anschaulich demonstriert: Wir schritten den Riesensatz von 8,94 Metern ab, der den Weltrekord im Weitsprung darstellt. Nun war auch Mitmachen angesagt, indem unsere Reaktionsschnelligkeit an einem Touch-Screen getestet werden konnte. Hugo Ueberberg war der Schnellste: Er reagierte nach einer Tausendstel Sekunde! Beim Gewichtheben durften wir uns beim Startgewicht von 70 kg versuchen: „Ääächz – Stöhn!“ Abschluss des Rundgangs war im Windkanal, wo wir auf einem Rennrad auf Tempo fahren konnten. Der Gegenwind wurde bei steigendem Speed immer höher. Es wurde eine Spitzengeschwindigkeit von 55 km/h gemessen!

Es gibt noch viele interessante Sportgeräte zu erkunden, und ein weiterer Besuch ist sicher lohnenswert. Danke sagen wir unserer freundlichen und sehr kompetenten Museumsführerin Jennifer Guthoff, die uns mit viel Einfühlungsvermögen einen ‚Einblick in die Welt des Sports gegeben hat.

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