Showdown/ Tischball

Tischballflyer

Hier der Tischballflyer als PDF zum Herunterladen: Tischballflyer

Bericht über ein Tischballturnier gegen Marburg in Bonn zum downloaden:

Tischballgruppe unseres Vereins bestritt Freundschaftsturnier mit der Marburger Tischballgruppe

Regionalmeisterschaft im Tischball für Blinde und Sehbehinderte in den Räumen der TU Dortmund

Schwerer Stand für die fünf Bonner Teilnehmer/innen

Bei der Regionalmeisterschaft 2013 am 30. November in Dortmund, die gleichzeitig als Qualifikation für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 2014 in Frankfurt am Main durchgeführt wurde, trafen die Bonner Teilnehmer/innen auf eine starke Konkurrenz begabter junger Spieler/Spielerinnen. Im Mittelfeld konnten die Plätze 13 und 14 und im Schlussfeld die Plätze 21, 22 und 24 belegt werden.

Tischball für Blinde und Sehbehinderte – auch Showdown genannt – ist am ehesten mit Tischtennis vergleichbar. Seinen Ursprung hat es in Kanada. In Europa wurde es zuerst in Skandinavien gespielt und hat inzwischen auch in Deutschland begeisterten Anklang gefunden. Gespielt wird nach dem Regelwerk der „International Blind Sports Association (IBSA)“.

Showdown wird von zwei Spielern an einem innen 3,66 m langen und 1,22 m breiten Tisch mit Tortaschen an beiden Schmalseiten gespielt. In der Mitte befindet sich 12 cm über dem Spielbereich ein 42 cm hohes senkrechtes Mittelbrett. Die Höhe des Spieltisches beträgt (von der Spielfläche zum Boden) 78 cm; Die Seiten- und Endbanden haben eine Höhe von 14 cm. Das Spiel wird mit Schlägern und einem mit Kügelchen gefüllten und damit bei Bewegung hörbaren Plastikball mit sechs cm Durchmesser gespielt. Ziel ist es, den Ball unter dem Mittelbrett hindurch in das Tor des Gegners zu schlagen, während der Gegner versucht, dies zu verhindern.

Jedes Match wird in zwei Gewinnsätzen gespielt. Ein Tor wird erzielt, wenn der Ball in die Tortasche rollt. Es wird mit zwei Punkten bewertet.  Ein technischer oder versehentlicher Regelverstoß wird mit einem Punkt zugunsten des Gegners bestraft. Ein Fehler ist z.B. das Schlagen des Balls gegen das Mittelbrett oder aus dem Spielfeld hinaus, Griff mit der freien Hand in den Spielbereich.
Spielbereich ist der Bereich zwischen den Seiten- und Endbanden.  Die Oberkanten der Seiten- und Endbanden sind nicht Teil des Spielbereichs.

Schläger und Ball dürfen nicht gleichzeitig in dem die Tortasche umschließenden 5 cm breiten Torraum sein. Der Verstoß bringt dem Gegner einen Punkt. Es gewinnt der Spieler den Satz, der zuerst mindestens 11 Punkte mit einem Abstand von 2 Punkten gegenüber dem Gegner erreicht.

Die Ausrüstung jedes Spielers besteht aus einer lichtundurchlässigen Brille, einem   30 cm langen, 7,5 cm breiten und 1 cm dicken Schläger aus hartem glatten Material und einem Handschuh  zum Schutz der Schlaghand. Geleitet wird das Spiel durch einen Schiedsrichter, der bei offiziellen Wettbewerben durch einen Zeit- und Punktrichter unterstützt wird.

Showdown verlangt von den Spielern/Spielerinnen ein gutes Gehör, hohe Konzentration, schnelles Reaktionsvermögen und uneingeschränkte Beweglichkeit.
Genauso wichtig ist das Trainieren der verschiedenen Schlag- und Abwehrtechniken.

In Wettbewerben sollte jedem Spieler/jeder Spielerin ein Coach zur Seite stehen, der in Auszeiten und während der Seitenwechsel Hinweise auf eigene Fehler und Schwächen und Vorgehensweisen des Gegenspielers gibt. Außerdem ist bei Auswärtigen Veranstaltungen eine Assistenz für die Wegebegleitung und sonstige technische und organisatorische Hilfen notwendig.
Ehrenamtliche sehende Helfer, die bei Interesse nach entsprechender Einweisung auch  als Schiedsrichter fungieren können, sind für den Fortbestand der Spielgruppe und eine systematische Leistungssteigerung der Sportler unverzichtbar und daher herzlich willkommen!

Das Training der Tischballgruppe des Blinden- und Sehbehindertenvereins Bonn/Rhein-Sieg e.V. findet dienstags ab 19:30 Uhr in der Sporthalle des Helmholtzgymnasiums in Bonn-Duisdorf statt.

Heinrich Erk, Bonn

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