Stand: 21.12.2025
Veranstaltungen – ständige Termine – Sportangebote – Rückblick
Inhaltsverzeichnis
- Blindenfußball in Köln
- Das DBSV Infotelefon
- Nominierung der Brailleschrift als weltweites Kulturerbe
- Studie zur Retinitis pigmentosa (RP)
- Smartphone-Sprechstunde*
- Austausch zum Charles-Bonnet-Syndrom
- Sehbehindertengerechter Computerarbeitsplatz zum Ausprobieren
- Unser Infotelefon
- Neues Hörbuch-Abspielgerät im Vereinsbüro
- Bundesliga-Saisonstart in Braille
- Erste Hörsehbehindertenassistenzen ausgebildet
- Öffentliche Führungen in der Bundeskunsthalle
- Ausstellung Expedition Weltmeere
- Führhundversorgung in Gefahr: Geplante Streichung der Nebenkosten
- E-Scooter – wer hätte gedacht, dass es noch schlimmer kommen könnte?
- Der ewige Kampf um die Ansagen bei Bus und Bahn
- Lebensbescheinigung online
- Optiker mit Hausbesuch
- „Fell und Führbügel“ – Der Führhunde-Podcast des DBSV
- Bahnhof.de übernimmt Funktion der App Bahnhof live
- Veranstaltungsangebote des Landeshilfsmittelzentrums in Dresden
- Podcast für vom Usher-Syndrom Betroffene
Blindenfußball in Köln
Blindenfußball ist eine außergewöhnliche und faszinierende Sportart, die in Deutschland stetig wächst. Gespielt wird nach Gehör. Die im Ball eingebauten Rasseln signalisieren den Spielerinnen und Spielern, wo sich der Ball gerade befindet, wenn er in Bewegung ist. Teilnehmen können blinde sowie sehbehinderte Menschen mit geringer Restsehschärfe. Seit dem 1. Februar 2025 hat die Stiftung des 1. FC Köln das Blindenfußball-Angebot des Polizei-Sportvereins Köln übernommen. Das Team sucht Verstärkung! Interessierte blinde oder sehbehinderte Sportlerinnen und Sportler, die Teil des Blindenfußballteams der FC-Stiftung werden möchten, können sich bei der FC-Stiftung (stiftung@fc-koeln.de) melden.
Das Blindenfußballteam der FC-Stiftung trainiert jeden Dienstag von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr in der SoccerBox des Uni Sport der Universität zu Köln.
Das DBSV Infotelefon
Nicht nur unser BSV verfügt über ein regelmäßig aktualisiertes Infotelefon, auch unser Dachverband, der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), verschickt einen Newsletter, mit vielen interessanten Meldungen und Hinweisen aus dem Themenfeld blind/sehbehindert. Diesen Newsletter kann man sich auch am Telefon vorlesen lassen! Einfach das DBSV-Infotelefon unter der Nummer 030 25 55 80 808 anrufen, die Nutzung des Systems wird verständlich erklärt.
Nominierung der Brailleschrift als weltweites Kulturerbe
Unsere Punktschrift wurde in diesem Jahr genau 200 Jahre alt und sie ist doch jung geblieben. Im Jahr 2020 wurde die Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in die deutsche Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Nun arbeiten die UNESCO-Kommissionen aus Frankreich und Deutschland gemeinsam mit Selbsthilfeorganisationen beider Länder daran, die Brailleschrift auch für die „Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ zu nominieren. Aus diesem Anlass luden die Deutsche UNESCO-Kommission und der DBSV zu einer Online-Veranstaltung per Zoom für Donnerstag, den 6. November ein. Besprochen wurde dabei, was immaterielles Kulturerbe bedeutet, wie die nationalen und internationalen UNESCO-Listen aufgebaut sind und welche Kriterien für eine Nominierung entscheidend sind. Gemeinsam möchten wir außerdem Ideen und Anregungen sammeln, welche Aspekte im Bewerbungsformular besonders hervorgehoben werden sollten. Dabei geht es auch um Fragen wie: Wer nutzt eigentlich Braille? Und was können wir tun, um die Brailleschrift zukunftsfähig zu halten? Freuen Sie sich auf einen spannenden Austausch über unsere moderne, tastbare Schrift mit langer Tradition!
Studie zur Retinitis pigmentosa (RP)
Helfen Sie mit, den Verlauf der Erkrankung besser zu verstehen und neue Therapien zu ermöglichen! Die Universitäts-Augenklinik Bonn führt eine klinische Beobachtungsstudie zu langsam verlaufenden Formen der autosomal-dominanten Retinitis pigmentosa (adRP) durch, insbesondere der RP1-assoziierten RP und der RHO-RP.
Ziel der Studie: Wir möchten genau untersuchen, wie sich die Sehfunktion und die Struktur der Netzhaut über die Zeit verändern. Diese Informationen sind entscheidend, um zukünftige Therapien – z. B. Gentherapien oder neue Medikamente – gezielt zu entwickeln und zu testen.
Wer kann teilnehmen?
Personen mit genetisch bestätigter autosomal-dominanter RP (RP1 oder RHO),
Mindestalter: 18 Jahre.
Universitäts-Augenklinik Bonn, Venusberg-Campus 1, 53127 Bonn.
Kontakt und weitere Informationen: E-Mail: Maximilian.Pfau@ukbonn.de.
Smartphone-Sprechstunde*
Das neue Angebot unserer Smartphone-Sprechstunde findet Anklang bei unseren Mitgliedern. An jedem dritten Donnerstag eines Monats können ab 17:00 Uhr, in halbstündigen Einzelterminen von erfahrenenen ehrenamtlichen Smartphonenutzern Tipps und Tricks zu Bedienungshilfen unterschiedlicher Smartphone-Typen erhalten. Wer Hilfebedarf hat, bucht dazu bitte einen Termin im Vereinsbüro.
Austausch zum Charles-Bonnet-Syndrom
Du bist sehbehindert oder blind und siehst Objekte und Personen, die gar nicht da sind? Keine Sorge, Du bist damit nicht alleine, denn es kommt häufiger vor, als man denkt. Das kann eine Reaktion des Gehirns auf den Sehverlust, das so genannte Charles-Bonnet-Syndrom sein. Wenn Du Interesse an einem gemeinsamen Austausch hast, dann melde dich bitte im Vereinsbüro. Wir denken an ein erstes Treffen im Februar oder März 2026, wenn die Tage wieder länger und heller werden.
Sehbehindertengerechter Computerarbeitsplatz zum Ausprobieren
Der BSV Bonn/Rhein-Sieg hat die Beratung im Vereinsbüro um einen sehbehindertengerechten Computerarbeitsplatz erweitert. Der Windows-Arbeitsplatz besteht aus:
- einem Großbildschirm mit 32 Zoll Diagonale, der an einem in alle Richtungen beweglichen Schwenkarm montiert ist,
- einer Tastatur mit großer Beschriftung und starken Kontrasten sowie Hintergrundbeleuchtung,
- dem kostenlosen Bildschirmausleseprogramm NVDA mit Sprachausgabe und PowerToys zur zusätzlichen Maushervorhebung
- sowie einem relativ kleinen Laptop (sehr leicht und gut zu transportieren).
Die weiteren optischen Anpassungsnotwendigkeiten an die Bedürfnisse sehbehinderter Menschen wie Vergrößerung, Farbumkehr oder Änderung des Mauszeigers erfolgen ausschließlich durch Funktionen, die in MS Windows enthalten sind. Die Ausstattung wurde ermöglicht, da ein Vereinsmitglied den Schwenkarm gespendet hat und die weiteren Mittel durch die Stiftung „Lichtblicke in der Welt“ zur Verfügung gestellt wurden.
Wer anschauen und ausprobieren möchte, wie sehbehinderte Menschen am Computer arbeiten können, ohne viel Geld für Spezialsoftware auszugeben, kann dies ab sofort im Vereinsbüro tun. Bei Interesse vereinbart bitte einen Termin.
Unser Infotelefon
Weil unser BSV erfreulicherweise einen großen Zugang an neuen Mitgliedern verzeichnet, weisen wir in unregelmäßigen Abständen auf unser Infotelefon hin. Wichtige Hinweise aus dem Verein, Veranstaltungstipps und regelmäßige Treffs, können hier unter der Festnetznummer 0228 4098750 angehört werden. Wenn möglich, wird das Infotelefon an jedem ersten Montag eines Monats aktualisiert.
Neues Hörbuch-Abspielgerät im Vereinsbüro
Der Vine C1 ist ein neues Abspielgerät für Daisy-Hörbücher. Er ist handlich und sehr einfach zu bedienen. Das Gerät wird von der Hörbücherei selbst mit Büchern bespielt, man erspart sich also das mitunter komplizierte Herunterladen. Nachdem man alles gehört hat, wird der Spieler an die Hörbücherei zurückgeschickt und dort mit neuen Büchern befüllt. Dieser Service wird vorerst ausschließlich von der WBH Münster angeboten und kann mit anderen Büchereien nicht genutzt werden. Dieses Gerät, das langfristig den Versand von CDs ersetzen soll, kann im Vereinsbüro angeschaut und ausprobiert werden. Wer den Vine C1 kennenlernen möchte, meldet sich zwecks Terminabsprache bitte bei uns.
Bundesliga-Saisonstart in Braille
Erfolgreiche Kooperation geht ins 31. Jahr
Die traditionsreiche Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Blindenstudien-anstalt e.V. (Blista) und dem Sportmagazin „Kicker“ setzt sich auch in der Bundesliga-Saison 2025/2026 fort. Bereits zum 31. Mal erscheint das beliebte „Kicker“-Sonderheft zur Bundesliga in Brailleschrift – ein wichtiger Meilenstein für barrierefreie Sportinformationen. Das rund 200 Seiten starke Heft bietet blinden und sehbehinderten Fußballfans alles Wissenswerte zur neuen Saison: Neben dem offiziellen Rahmenterminkalender liefert es umfassende Informationen zu Vereinen und Spielern der 1. und 2. Bundesliga sowie die Spielpläne der ersten drei Ligen. Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren, wird die Punktschriftausgabe optional durch eine Daisy-CD ergänzt. Diese enthält zahlreiche Inhalte der regulären Printausgabe im Hörformat.
Bestellinformationen:
Braille-Ausgabe: Bestellnummer 6403, Schutzgebühr: 28,00 €
Kombi-Pack (Braille plus Daisy-CD): Bestellnummer 6410, Schutzgebühr: 42,00 €
Bestellungen nimmt die Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. entgegen:
E-Mail: barrierefrei@blista.de, Telefon: 06421 606-470.
Zusätzlich bietet die Blista im Rahmen ihres „Sportinformationsdienstes für Blinde“ das monatliche Hörmagazin „Einwurf“ an – ebenfalls ein beliebtes Medium für Sportbegeisterte mit Sehbeeinträchtigung. Kostenlose Probeexemplare können unter den genannten Kontaktdaten angefordert werden.
Erste Hörsehbehindertenassistenzen ausgebildet
In einem gemeinsamen Modellprojekt haben der Fachdienst ITM Bayern und der DBSV mit Förderung der Aktion Mensch und des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes die ersten Hörsehbehindertenassistenzen (HSA) geschult. Hier kann man nach einer Assistenz suchen: www.dbsv.org/hsaliste.html
Die Assistenzen wurden geschult, schwerhörige Personen mit Seheinschränkung zu unterstützen. Dieses Angebot ist eine Ergänzung zum Angebot der Taubblindenassistenz für Menschen, die sich noch mit Lautsprache verständigen können.
Inhalte der Schulung sind: Kenntnisse über Hörsehbehinderung, gute Hörbedingungen, Hörhilfen, Mitschreiben, Lormen, Begleitung.
Die ersten geschulten Assistenzen kommen aus: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen. Weitere Schulungen sind geplant.
Öffentliche Führungen in der Bundeskunsthalle
Die Bundeskunsthalle in Bonn bietet folgende ausführlich beschreibende Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen an:
WEtransFORM – Zur Zukunft des Bauens
Sonntag, 7. Dezember, 11:30 bis 13:00 Uhr. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat das historische Bauhaus eine grundlegende Modernisierung des Bauwesens und alltäglicher Lebensformen eingeleitet, die bis in unsere heutige Zeit fortwirken. Doch haben sich seitdem die Rahmenbedingungen grundlegend gewandelt.
WEtransFORM – Zur Zukunft des Bauens, ein internationales Ausstellungs- und Vernetzungsprojekt zu nachhaltiger Architektur und Stadtentwicklung, präsentiert innovative Ideen und Ansätze und lädt zum Aktiv-Werden ein. Auch wenn die Präsentation keine ertastbaren Objekte anbieten kann, möchte Ihnen die Kunstvermittlerin Uschi Baetz während des Rundgangs mittels ausführlicher Beschreibungen die Werke erschließen und sie in den kulturhistorischen Zusammenhang einbinden. Wir freuen uns auf einen intensiven Austausch mit Ihnen!
Kosten: 3 € Führungsgebühr, zzgl. Eintritt in die Ausstellung.
Ausstellung Expedition Weltmeere
Expedition Weltmeere – Sonntag, 9. November 2025, 25. Januar 2026, 8. März 2026, 11:30 Uhr bis 13 Uhr
Tastführung für sehbehinderte und blinde Menschen – Tandemführung mit Uschi Baetz und unserem Vereinsmitglied, der blinden Künstlerin Karla Faßbender
Die Weltmeere: Sehnsuchtsort, umkämpfter Wirtschaftsraum, Klimamaschine, unbekannte Welt. Ohne sie gäbe es kein Leben auf der Erde, wären wir um zahlreiche Sagen und Abenteuergeschichten ärmer und müsste die Geschichte der Entdeckungen und des Handels neu geschrieben werden. Fast 70 % der Erdoberfläche sind mit Meereswasser bedeckt. Aus dem All betrachtet erscheint der Globus daher als Blauer Planet. Bis heute sind die Weltmeere jedoch kaum erforscht, obwohl die Menschheit sie bereits seit 4.000 Jahren als Transportwege für Waren, Ideen und Menschen nutzt.
Die Präsentation bietet eine Reihe von inklusiven Stationen mit ertastbaren Objekten an. Darüber hinaus möchte Ihnen das Tandem-Team, Karla Faßbender und Uschi Baetz, während des Rundgangs mittels ausführlicher Beschreibungen und Hintergrundinformationen die Werke erschließen und sie in den kulturhisto-rischen Zusammenhang einbinden. Wir freuen uns auf einen intensiven Austausch mit Ihnen! Kosten: 3 Führungsgebühr, zzgl. Eintritt in die Ausstellung.
Für beide vorgenannten Ausstellungen ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich an: buchung@bundeskunsthalle.de.
Führhundversorgung in Gefahr: Geplante Streichung der Nebenkosten
Der Newsletter des BBSB informierte unlängst über die Absicht des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), die monatliche Pauschale zum Unterhalt eines Blindenführhundes von 218 monatlich, ersatzlos zu streichen. Auch die Beschreibung der erstattungsfähigen unregelmäßigen Kosten, etwa für Tierarztbehandlungen oder notwendiges Zubehör, würde wegfallen. Statt einer einheitlichen Krankenkassenpraxis könnten künftig Einzelfallentscheidungen ohne klare Rechtsgrundlage erfolgen.
Dadurch werden aufwendige Einzelabrechnungen erforderlich, die für Führhundhaltende nicht zumutbar sind und der jeweilige Verwaltungsaufwand wird sich auf beiden Seiten erheblich erhöhen.
Jetzt aktiv werden: Je mehr Führhundhaltende sich gegen diese geplante Verschlechterung aussprechen, desto größer wird der Druck auf die Entscheidungsträger. Daher empfiehlt der DBSV den Führhund-Halter*innen, sich schriftlich bei ihren Krankenkassen dafür einzusetzen, dass diese sich beim GKV-Spitzenverband für eine einheitliche, transparente Lösung stark machen, damit auch künftig die Kassenleistungen für den Unterhalt von Assistenzhunden klar geregelt sind.
E-Scooter – wer hätte gedacht, dass es noch schlimmer kommen könnte?
Informationen vom DBSV – hier kurz zusammengefasst:
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband hatte während einer Anhörung zur Neuregelung der Nutzungs- und Parkrechte für E-Scooter, alle für blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer gefährlichen Aspekte hervorgehoben und die Beseitigung aller Gefahren gefordert. Ärgerlicherweise enthält der neue Referentenentwurf keine Nutzungshinweise, die irgendeine Forderung des DBSV umsetzen, es kommt sogar noch schlimmer.
Es gibt keine einheitlichen Regelungen zur Schaffung von Abstellflächen, der vorgeschriebene Abstand für das Überholen von Fußgängern durch E-Scooter, bisher mindestens 1,50 m, soll wegfallen und Verleiher haften immer noch nicht für ihre Fahrzeuge, wenn durch ihr falsches Parken ein Fußgänger verunfallt. Außerdem sind keinerlei abschreckende Bußgelder bei Verstößen geplant, beispielsweise dem Fahren mit einem E-Scooter in einer verbotenen Zone; hier kann der Fahrer mit höchstens 35 € belastet werden, was nicht nachhaltig zu einer rücksichtsvolleren Nutzung beitragen dürfte. Wir werden also offenbar noch lange mit dem Problem der E-Scooter in unserem Verkehrsraum als Fußgänger zu kämpfen haben.
Der ewige Kampf um die Ansagen bei Bus und Bahn
Unregelmäßigkeiten, immer wieder Störungen, teils langwierige Ausfälle, die gab es und gibt es in einigen U-Bahn-Stationen sowie in den Bahnen und Bussen selbst. Wir alle, die wir davon betroffen sind, dass Ansagen zu leise sind, falsche Informationen liefern oder gar ganz ausfallen, sollen solche Vorkommnisse unter Angabe der Uhrzeit, der betreffenden Station bzw. Bus- oder Bahnlinie, an die SWB-Kundenbetreuerin, Frau Ute Schlömer, Tel: 0228 7114663, weitergeben.
Wenn in einem der Fahrzeuge der SWB ein technischer Defekt vorliegt, so kann mit genauer Angabe der Linie und der Uhrzeit, das fehlerhafte Fahrzeug ermittelt werden. Weil insbesondere die Ansagen für die ankommenden U-Bahnen immer wieder ausfallen, zu spät kommen oder gar inhaltlich falsch sind, hatten wir einen Pressetermin mit dem Generalanzeiger vereinbart. Auch wenn der daraus entstandene Artikel die Problematik der Nichtbarrierefreiheit nicht ausreichend widerspiegelte, so wurde aber doch durch die SWB ein weiterer Ortstermin initiiert, währenddessen wir mit den Software-Ingenieuren, Tontechnikern und der SWB-Kundenbetreuerin, die U-Bahnstationen „belauscht“ und einige Erkenntnisse gesammelt haben.
Zu unserer großen Freude konnten wir registrieren, dass an vielen Haltepunkten der Bonner U-Bahn die Lautstärke der Durchsagen auf ein vernünftiges Maß angehoben wurde. Wir haben miterlebt, wie direkt während unserer Begehung, die Lautstärke, zum Beispiel an der Station Heussallee/Museumsmeile, reguliert werden konnte. Thematisiert wurden auch die Taster, die inzwischen an doch recht vielen Haltestellen verbaut sind und auf Tastendruck die nächsten kommenden Busse bzw. Bahnen verkünden.
Hier besteht das Problem in der Auffindbarkeit dieser Informationsknöpfe, denn wir wissen nicht, wo diese sich befinden, wenn wir sie nicht sehen können. Haben wir dann doch einen gefunden, kann es sein, dass die Ansagen nur schwer zu verstehen sind. Künftig soll erprobt werden, ob die Lautstärke dieser Ansagen an die Umgebungslautstärke angepasst werden kann, denn die Auskünfte an stark befahrenen Straßen, wie dem Bertha-von-Suttner-Platz, sind aufgrund des Umgebungslärms kaum bis gar nicht zu verstehen.
Lebensbescheinigung online
Wer Blinden- oder Sehbehindertengeld bekommt kennt das: Regelmäßig muss man bestätigen, dass die Voraussetzungen dafür noch gegeben sind. Bislang musste man dieses Schreiben ausfüllen, unterschreiben und per Post an den Landschaftsverband Rheinland zurückschicken. Inzwischen gibt es aber eine barrierefreie Online-Variante. Mit Hilfe der Online-Funktion des Personalausweises kann man diese sogenannte Lebensbescheinigung ohne fremde Hilfe digital unterschreiben und online zurücksenden.
Einmalig richtet man sich mit dem Personalausweis die AusweisApp Bund ein. Dann legt man sich eine sogenannte Bund-ID an, ohne diese ist die Identifikation nicht möglich. Die Bund-ID ist aber auch für andere Verfahren, bei denen man sich elektronisch ausweisen muss (z.B. Online-Dienste der Stadt), sehr nützlich.
Unter dem Link https://beratungskompass.lvr.de/antraege/erklaerung-der-leistungsberechtigten-person.html gelangt man zum Online-Formular der Lebensbescheinigung des LVR.
Wer Fragen dazu hat, kann sich gerne im Vereinsbüro melden oder sich zur Smartphone-Sprechstunde bei Matthias Klaus anmelden.
Optiker mit Hausbesuch
Einzelne Low Vision Optiker bieten für diejenigen, die aufgrund einer Mobilitätseinschränkung nicht in das Geschäft kommen können, kostenpflichtige Hausbesuche zu Beratungen an. So auch Optik Kafarnik aus Bonn Duisdorf.
Hier die Kontaktdaten:
Optik Kafarnik, Alexander Zablinski
Rochusstr. 207
53123 Bonn
Tel: 0228 – 62 33 33
E-Mail: optik@kafarnik.de
Webseite: www.kafarnik.de
„Fell und Führbügel“ – Der Führhunde-Podcast des DBSV
Für alle, die mehr über das Leben mit einem Blindenführhund erfahren möchten, gibt es den neuen Podcast „Fell und Führbügel“. In jeder Episode geben Expertinnen und Experten sowie Führhundhaltende Einblicke in die vielfältige Welt der Führhunde – von rechtlichen Fragen über die Arbeit in Führhundeschulen bis hin zu Gesundheitstipps und berührenden Hundegeschichten.
In der ersten Folge von „Fell und Führbügel“ geht es um die Frage: Was ist ein Blindenführhund? Moderatorin Lisa Mümmler spricht mit der Führhundhalterin Helen Vogt und dem Rechtsexperten Johannes Sperling darüber, was Führhunde können und was sie nicht können, wie sie vom Gesetz definiert werden und wie Führarbeit im Alltag konkret funktioniert. Diese und alle folgenden Episoden können Sie auf allen gängigen Podcast- und Streaming-Plattformen hören.
Bahnhof.de übernimmt Funktion der App Bahnhof live
Die barrierefreie Webseite www.bahnhof.de wird alleinig weiterentwickelt und übernimmt alle Funktionen der bisherigen App „Bahnhof live“, wie beispielsweise die Verfügbarkeit der Aufzüge.
Machen Sie sich am besten mit der Webseite www.bahnhof.de vertraut. Auf der Webseite erfahren Sie auch konkret, wie Sie die Seite als Web-App auf Ihrem Smartphone speichern können. Eine Web-App funktioniert wie eine App, nur dass die Inhalte komplett aus dem Internet geladen werden.
Veranstaltungsangebote des Landeshilfsmittelzentrums in Dresden
Die Teilnahme an Online-Veranstaltungen des LHZ Dresden ist per Telefoneinwahl möglich, daher auch geeignet für Menschen, die technisch nicht versiert sind und die nicht mobil sind, um z. B. zu Selbsthilfetreffen zu gehen.
Nachfolgend ein Auszug aus dem Veranstaltungsprogramm von der Webseite:
Mehrmals wöchentlich findet der allgemeine digitale Austauschraum in Form einer Telefonkonferenz statt.
Wann? mittwochs und donnerstags 14 – 16 Uhr oder Montag von 17 – 18 Uhr
Und so kann man dabei sein:
Einwahlnummer: 0351 428 499 00
Konferenzraumnummer: 46 028
Teilnehmer-Pin: 55624# (mittwochs und donnerstags)
Teilnehmer-PIN: 77777# (montags)
Quelle: https://www.landeshilfsmittelzentrum.de/termine/
Podcast für vom Usher-Syndrom Betroffene
Der Podcast „Taub und Blind. FREI von der Leber.“ richtet sich an vom Usher-Syndrom betroffene Menschen und sicherlich auch an interessierte Personen. In der aktuellen Folge ist ein Gespräch mit Prof. Dr. Katarina Stingl zu hören. Zu hören gibt es den Podcast u.a. über: Apple Music, Amazon, Spotify und YouTube.


