Rückblick

2024

Gruppenreise zum Louis Braille Festival nach Stuttgart

Am 2. Mai machten sich 12 Mitglieder, teils mit Begleitpersonen sowie 3 Blindenführhunde auf, um gemeinsam von Bonn mit dem ICE nach Stuttgart zu reisen, um dort am bereits fünften Louis Braille Festival teilzunehmen. Nachdem unter fachkundiger Hilfe die Großbaustelle Stuttgarter Hauptbahnhof bewältigt war, bezog die Reisegruppe im Maritim Hotel Quartier. Dort stießen 3 weitere Mitglieder und noch 2 Führhunde zur Gruppe. Durch das Hauspersonal wurden wir dann durch den sehr großen Maritim-Komplex zu unseren Zimmern begleitet. Hierbei fiel das Fehlen von Barrierefreiheit deutlich auf, zum Beispiel gibt es keine Ansagen in den vielen Aufzügen im Haus, worauf wir auch hingewiesen haben.
Leider fiel die geplante Stadtführung einem schweren Gewitter zum Opfer, weshalb wir beschlossen, eine ruhige Ecke des Hotels aufzusuchen, um einen Vortrag über die Sehenswürdigkeiten Stuttgarts zu hören. Dieser Vortrag war so interessant, dass einige der Gruppe am nächsten Tag die einzelnen Stationen aufsuchten. Am Abend kehrte die Gruppe in das Wirtshaus zum Hotzenplotz zum gemeinsamen Abendessen ein. Dieses Restaurant war so gemütlich, dass einige Teilnehmer es auch an den weiteren Tagen zum Essen besuchten. Den Abend ließ so Mancher in der romantischen Pianobar des Hotels mit guter Live-Musik ausklingen.
Für den Freitagvormittag stand ein Besuch bei der Nikolauspflege, einem Berufsbildungs- und Rehabilitationszentrum in Stuttgart, auf dem Programm. In
2 Gruppen wurden wir durch das große Ausbildungsgebäude geführt und hatten anschließend Gelegenheit, mit 2 Rehabilitanden ins Gespräch zu kommen. Die Nikolauspflege hat – sage und schreibe – 1200 Mitarbeiter.
Dann wurde es Zeit für das Louis Braille Festival und so machten wir uns auf zur Liederhalle auf dem Festivalgelände. Wir bekamen Armbänder, die während des Wochenendes als Teilnehmerausweis zu tragen waren. Es teilte sich nun die Gruppe auf. In Kleingruppen zog man los. Um 15.00 Uhr wurde das Festival offiziell eröffnet. Für die Hunde gab es eine riesige Hunde-Lounge mit großeingezäunter Wiese, wo sie sich so richtig austoben konnte, aber auch für Massage der Hunde war gesorgt. Für die Menschen gab es zum Beispiel Yoga, Square Dance, Motorad-fahren, Besichtigung des SWR-Funkhauses, ein Besuch im Porsche-Museum, Staatsgalerie. Die Auswahl der Workshops war riesig. In der Reithalle konnten wir außerdem vielfältige Informationsstände besuchen. Am Abend wurde Comedy angeboten, und eine gute Live-Band lud zum Mitsingen ein. Auch an der Quizshow am Samstagabend mit Walter Sittler nahmen einige von uns teil.
Am Sonntag brachen wir um 10:30 Uhr dann auf zur Rückfahrt und erreichten Bonn pünktlich mit dem ICE am frühen Nachmittag. Es war ein gelungenes verlängertes Wochenende mit vielen Eindrücken, die nachhaltig im Gedächtnis der Teilnehmer bleiben werden. (Nach einem Bericht von Manuela Landsberg)

Besuch im Arithmeum

Rechnen muss weder schwierig, noch trocken oder gar langweilig sein und ein Besuch im Arithmeum lohnt sich immer wieder. am Freitag, 15. März 2024 besuchte eine Gruppe von 20 Mitgliedern das Arithmeum und begab sich auf eine rech-nerische Zeitreise. Das Arithmeum präsentiert in seiner Ausstellung die Geschichte des mechanischen Rechnens bis hin zum Rechnen heute. Viele Funktions-modelle laden zum Ausprobieren der historischen Techniken des Rechnens ein. Unsere beiden studentischen Führer haben uns die Geschichte des manuellen und mechanischen Rechnens bis zum heutigen Tag sehr anschaulich erläutert und vorgeführt. „Wie haben die Schäfer früher, als sie noch nicht zählen und rechnen konnten, ihre Schafherde auf Vollzähligkeit geprüft?“
Zu Beginn wurde dies mit kleinen Steinchen in einem Säckchen umgesetzt, aber auch die Fingerglieder halfen beim Prüfen und später wurde anhand unterschied-licher Symbolabdrücke auf Tontafeln oder einer Ton-Viole die Herdengröße abgebildet. In anderen Gegenden wusste man sich mit sogenannten „KnotenSchnüren“ zu helfen; das waren durchaus anschauliche Beispiele. Weiter ging es über einen „Soroban“, eine manuelle japanische Rechenmaschine bis zum Abakus, dem Rechenrahmen der Neuzeit. Adam Ries gilt als Vater des modernen Rechnens, vorallem wegen seines bedeutenden Beitrags, die römischen Zahlen durch das arabische Nummernsystem zu ersetzen. Wie rasant sich Rechnen mit leistungsfähigen Rechnern entwickelte, konnten wir an alten Kaufmannskassen bis hin zu Rechnern von IBM nachempfinden. Das Arithmeum ist gut sortiert und zeigt von riesigen „Maschinen“ bis hin zu unfassbar kleinen Chips in sehr über-sichtlicher Form den Fortschritt. Die Führung wurde mit ertastbaren Objekten und unterhaltsamen Erläuterungen sehr kurzweilig gestaltet und die Teilnehmer haben interessiert so viel wie möglich aufgenommen.

Viel mehr als Bäume im Arboretum Park Härle in Oberkassel

Eine Gruppe von 12 Vereinsmitgliedern samt Begleitungen und 3 Führhunden besuchte am 12. April den Arboretum Park Härle in Oberkassel. Was 1870 als Landhaus eines Eisenbahners entstand, wurde ab 1950 von den Schwestern Maria und Regina Härle zu einem Park aus einzigartigen Bäumen und Pflanzen umgebaut. Heute pflegt ihre Stiftung den Park. Solch eine Sammlung von Gehölzen nennt man Arboretum, etwa Baumsammlung, auch wenn es Bäume, Blumen, Farne, Sträucher und vieles mehr zu entdecken gibt. Der Park wird durch eine Straße in zwei Bereiche geteilt. Der höher gelegene Bereich enthält viele duftende Pflanzen und ist dabei etwas künstlerisch inspiriert angelegt. Der zweite Teil an einem Hang lässt dagegen mehr natürliche Entwicklungen zu und ist mehr bewaldet als der höher gelegene Bereich. Michael Dreisvogt führte uns mit lebhaften Geschichten durch den Park. Wir erfuhren, dass die Bereiche nach Farben angelegt sind und sogar das Licht des herbstlichen Sonnenuntergangs auf das Herbstlaub am Hang mit eingeplant wurde. Manche Bäume und Pflanzen haben die Schwestern bereits Mitte des letzten Jahrhunderts mit viel Aufwand hierher gebracht, beispielsweise einige Mammutbäume aus Nordamerika. Neben exotischen Gewächsen kümmert sich die Privatstiftung um die Tierwelt im Park wie künstliche Bienenstöcke für Wildbienen oder die geeignete Gestaltung der Gewässer für seltenere Unkenarten.
Zu einem lebendigen Park gehören nicht nur Neupflanzungen, sondern auch Fällungen. Besonders die vielen Buchsbäume im Park sind von der Raupe des Buchsbaumzünslers und anderen Schädlingen betroffen. So gab eine frisch gefällte Stelle den Blick durch den Park aus neuer Perspektive frei und wird im Sinne der Geschwister Härle kreativ neugestaltet, ob mit neuen Anpflanzungen, Steinen oder einer freien Fläche. Denn sie wussten bereits bei der Planung, dass der Park niemals gleichbleiben würde. Wir konnten viele Pflanzen an den Weges-rändern entdecken. Vielleicht ist es später möglich, zu einzelnen Bäumen, z.B. Mammutbäumen oder Zedern, kleine Trampelpfade einzurichten, damit es leichter ist, auch einzelne Bäume wahrzu-nehmen. Allerdings erzählte Herr Dreisvogt sehr bildhaft und unterhaltsam vom Park, zeigte uns einige duftende oder besonders geformte Blüten und Blätter. So gab es keinen Grund zur Langeweile. Der Park wird von einer privaten Stiftung betrieben und finanziert sich daher ausschließlich aus Spenden. Er ist nur bei Tagen der offenen Tür sowie einer Führung wie dieser geöffnet. Den Nachmittag rundeten einige Gruppenteilnehmer im Oberkasseler Restaurant Karawane mit orientalischen Gerichten ab.
Diese Führung zeigte einmal mehr, dass barrierefreie Angebote weniger eine Frage des Geldes, sondern mehr eine Frage der Begeisterung und des Engagements sind. Davon können die großen botanischen Gärten und Museen also noch eine Menge lernen. (Nach einem Bericht von Arne Siebert).

2023

Führung „Dat Wasser von Bonn …“ am 14.10.2023

12 Mitglieder trafen sich am Samstagvormittag bei kühlem, aber sonnigen Wetter mit unserer Führerin vor dem alten Rathaus auf dem Bonner Marktplatz.
Neben Schätzfragen z. B. zum Pro-Kopf-Wasser-Verbrauch am Tag und Hintergrundinformationen, wo und wie die Menschen in Bonn vor mehr als 200 Jahren und heute ihr Wasser her bekommen, wurden wir zum ehemaligen Marktbrunnen geführt, welcher heute nicht mehr aktiv ist. ABER: wussten Sie, dass wir in der Bonner Innenstadt zwei Trinkwasser-Quellen haben, wo man sich ganzjährig kostenfrei Wasser holen kann? Eine „unauffällige“ Quelle befindet sich am Markt, kurz bevor man zur Wenzel- und Brüdergasse einbiegt und die zweite ist der Brunnen „am Dreieck“, welcher leider häufig aus Unwissenheit mit Müll zweckentfremdet wird.
Durch die Brüdergasse spazierten wir in Richtung Theater, wo wir z.B. auf Höhe „am Boeselagerhof“ (ggü. Café Kleimann und Taste of India) erfuhren, dass dort  vor dem zweiten Weltkrieg noch eine kleine Kirche war und auch das Rheinbett noch so weit „hoch“ ging. Kaum vorstellbar.
Weiter am Rhein wurde uns auch über die Wetter-Informationen, dass der Rhein früher zufror, über Niedrigwasserstände bis zu Extrem-Hochwassern und den Pegelständen berichtet. Der Rhein und seine Schiffbarkeit, wie auch Fähren und Brücken wurden uns bei unserem Spaziergang am Brassertufer noch mal besonders bewusst. Als kleine persönliche Aufmerksamkeit erhielten wir passend zum Thema Wasser „Lakritz in Fischform“ 😊
U. P.

Berührung der Kulturen im Rautenstrauch-Joest-Museum – Donnerstag, 12. Oktober 2023

Die Führerinnen des Museums boten uns anlässlich der Woche des Sehens eine sinnliche Führung für Menschen mit Sehbehinderung durch zwei ihrer zehn Räume an, die unglaublich ansprechend und interessant gestaltet war.
Im Raum für Indonesien wurde unser Hör- und Tastsinn besonders mit den Klängen von traditioneller Gamelanmusik aus dem Raum Bali und Java stimuliert.
Wir hörten den Klang der metallenen Instrumente wie Gongs, Gongreihen und Trommeln, Schüttelidiophone aus Bambus sowie von Metallophonen oder von Instrumenten vergleichbar zu Xylophonen.
Wir durften auch die Instrumente ertasten und erklingen lassen.
Die Klänge sind den meisten von uns wohl bisher nur durch TV-Sendungen wie dem Traumschiff oder Reisedokumentationen ans Ohr gekommen, haben aber durchaus eine entspannende Nebenwirkung. Das Museum bietet an diesen Instrumenten regelmäßig Proben, Workshops und sogar Konzerte an.
Im zweiten Raum erfuhren wir Details zur Besuchs-Kultur in der Türkei und Palästina.
Speziell die besondere und aufwendige Zeremonie der Kaffee-Zubereitung für Besucher, aber auch wie die Gastfreundschaft in jedem Haushalt mit einem separaten Gästezimmer wertschätzend gelebt wird, war höchst interessant.
In diesem Raum wurde an der Duftbar mit Zusätzen von Weihrauch, Kardamom, Rosen etc. unser Geruchssinn angesprochen.
Zusätzlich durften wir ein „eher ländliches“ Brautkleid aus der Türkei und ein auf edlerem Stoff sehr fein besticktes Brautkleid aus Palästina ertasten.
Die Erläuterungen und Hintergrundinformationen ließen uns in zwei andere Kulturen eintauchen und wir freuen uns auf weitere Führungs-Angebote für Menschen mit Sehbehinderung in den anderen Räumen. 
von U. P. & G. T.

Fahrt zur Bundesgartenschau nach Mannheim

12 Personen fuhren am Samstag, 23. September von Bonn mit einem Kleinbus zur BuGa 2023 nach Mannheim. Zu Beginn hatten die Teilnehmer eine eineinhalbstündige Führung durch einen Teil des Luisenparks und konnten einige exotische Bäume und deren Blätter und Früchte anfassen. Mittags kehrten alle zu einer kleinen Stärkung im Seerestaurant ein. Anschließend teilte sich die Gruppe, um nach eigenen Interessen die BuGa zu erkunden. Natürlich wollten alle auch mit der Seilbahn über den Neckar in den Spinelli-Park, wo wir mit einem Solar-Express fuhren,.
Zurück im Luisenpark entdeckte eine Kleingruppe zufällig einen Barfuß-Pfad und taktile Beschreibungen in der Nähe des chinesischen Teehauses. Leider hatten wir diese Info weder von unserem Gästeführer erhalten, noch war dies auf dem Geländeplan ersichtlich. Schade. Die BuGa-App, sowie die Beschilderungen im Park waren nicht so hilfreich, wie erhofft, aber wir haben es vereint alle geschafft uns im Park zu orientieren. Jeder konnte für sich ein paar schöne Eindrücke mit nach Hause nehmen.

Grillfest in Duisdorf

Nachdem wir vor einem Jahr nach Witterschlick ausgewichen sind, um unser Vereinsgrillfest ausrichten zu können, war in diesem Sommer am 19. August die Rückkehr auf den Grillplatz der „Waldfreunde Duisdorf“ möglich; und es lohnte sich, denn etwa 80 Besucher*innen ließen sich mit Würsten, Steaks und diversen Getränken verwöhnen, wobei das Grillteam besonders kreativ war und erstmals echte Currywurst angeboten hat, ein echter Renner, der wiederholenswert ist.

Jubiläumsveranstaltung „40 Jahre Duft- und Tastgarten“

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Duft- und Tastgartens in der Bonner Rheinaue haben wir mit Öffentlichkeit und vielen Vereinsmitgliedern einen tollen Nachmittag am Freitag, 14. Juli verbracht. Neben dem Orga-Team des Vereins unterstützten die Veranstaltung viele ehrenamtliche Hände.
Als Ehrengäste konnten neben der Bürgermeisterin der Stadt Bonn, die stellvertretende Bürgermeisterin des Bezirks Godesberg und besonders unser Ehrenmitglied Heinrich Erk begrüßt werden. Herrn Erk ist zu verdanken, dass es den heute auch oft „Blindengarten“ genannten Bereich überhaupt gibt. Er hat vor über 40 Jahren, nach der damaligen Bundesgartenschau, nichts unversucht gelassen, die Hochbeete und die fühlbaren Beschriftungen der Duft- und Kräuterpflanzen dort anlegen zu lassen, wo sie heute zu finden sind.
Nach dem Festakt und einer kleinen Stärkung mit Kaffee und Kuchen bestand die Gelegenheit sich von Mitgliedern des Ambassador-Clubs, die den Garten seid sieben Jahren ehrenamtlich pflegen, die einzelnen Pflanzen erläutern zu lassen.

Rafting Tour auf dem Rhein am 1. Juli

mehrere Personen mit Raftingboot am RheinuferAlle Frauen und Männer in einem Boot! Ein Schlauchboot des Anbieters „Meier Rafting“, hinten drin Ingo, der Steuermann, der uns die Paddelbewegungen zeigte, immer auf Kurs hielt und nebenbei einiges über Schifffahrtsrechte, Sicherheitsmaßnahmen und die von uns passierten Sehenswürdigkeiten berichtete. Ausgestattet mit Schwimmwesten, saßen acht Rafting Touristen auf den dick aufgeblasenen Bootsrändern und halfen dem Rhein, das Boot mit Paddelschlägen von Oberdollendorf in Richtung Mondorf zu treiben, wo wir nach einem Anlegeschluck den Tag im „Mondorfer Hof“ ausklingen ließen. Wir, aber auch Steuermann Ingo und seine Frau Ulla, hatten an diesem Nachmittag riesig viel Spaß; so eine Tour müsste wiederholt werden.

Informationsstand des BSV zum Selbsthilfetag

Am 3. Juni stellte der BSV seine Angebote auf dem Münsterplatz einer großen Öffentlichkeit vor, führte Beratungsgespräche und vernetzte sich mit anderen Selbsthilfeakteuren aus der Region.


Urlaubsreise nach Schwarzach (Österreich)

Vom 17. bis 27. Mai besuchten 17 Reiseteilnehmer die Pension „Haus Ingrüne“ im vorarlbergischen Schwarzach und verbrachten 10 abwechslungsreiche Tage. Elias Milz und sein Team sorgten für eine passende Rundumbetreuung und Begleitung immer dann, wenn sie sinnvoll war. Es wurden Wanderungen, Schiffsfahrten sowie Besuche einer Brennerei, eines Käsehauses und eines Heimatmuseums durchgeführt, außerdem auch ein schöner Grillabend veranstaltet. Diese Reise in diese Herberge war ein voller Erfolg.

Bonner Rosenmontagszug mit Audiodeskription (AD)

Endlich wieder Karnevalfeiern.

Sechs Personen in unterschiedlichen Kostümen
Personen von links: M. Klaus, D. Klaus, J. Schlömer (AD), M. Mers, H. Hartung; B. Nass (AD)

Wie schon in den Jahren vor Corona konnten wir wieder einen Rosenmontagszug mit Audiodeskription erleben. Die bewährten Reporter Jochem Schlömer und Björn Nass (bekannt durch ihren Einsatz bei der AD in der Fussball-Bundesliga) erzählten live nicht nur wie die Festwagen aussehen, sondern auch welche Kostüme in diesem Jahr besonders beliebt waren und welche prominenten Personen die verschiedenen Gruppen bereichert haben.  Wir erfuhren aber auch, dass so manche Trainerin ihre Funkemariechen mit sehr strengem Gesichtsausdruck anleitet oder dass bei einer holländischen Musikgruppe auch Menschen auf „Holzklompen“ unterwegs waren. Wir danken dem Festausschuss Bonner Karneval, der die Audiodeskription erneut möglich gemacht hat.

2022

Die Finger am Puls  der Geschichte – von Hartmut Streuff

„Der Untergang des römischen Reichs“, diese Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Trier besuchte eine achtköpfige Gruppe des BSV unter kundiger Führung der Museumspädagogin Katharina Ackenheil.
Die ersten Räume der Ausstellung strahlen in warmen gelben Farbtönen: Rom auf dem Höhepunkt seiner Macht. Nach und nach wechselt die Farbgebung zum Spektrum der Abenddämmerung. Interne Machtkämpfe und Druck der Volksstämme von außen erschüttern das Reich, das Christentum setzt der strikten Hierarchie der römischen Gesellschaft den Gedanken der Gleichheit aller Menschen entgegen. Der letzte Raum ist in dunklen Rottönen gehalten, von der Decke hängende Fäden vermitteln das abstrakte Bild eines Flammenmeeres. Die düstere Atmosphäre wird durch eine akustische Installation verstärkt. Die Vandalen brandschatzen Rom: der Untergang.
Mit viel Einfühlungsvermögen, anschaulichen verbalen Erläuterungen und historischen Fakten brachte uns Frau Ackenheil die römische Welt mittels tastbarer Reliefs, kleiner, teils nachgebildeter Artefakte und anhand der von uns zu ertastenden Skulpturen aus Marmor und Porphyr näher. Ein wunderbares Kunsterlebnis für (fast) alle Sinne.

Neanderthal-Museum 24.09.2022 – Zeitreise durch 4 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte

„Woher kommen wir?“ – „Wer sind wir?“ – „Wohin gehen wir?“ Diese zentralen Fragen leiten durch das Neanderthal-Museum.
Gruppenbild mit HundAuf diese Zeitreise begaben sich 13 Mitglieder und deren Begleitungen des BSV-Bonn am Samstag, 24.09.2022 mit einem gecharterten Bus.
In Mettmann angekommen wurden wir von einer freundlichen und sehr kompetenten Museumspädagogin empfangen und mit Armbändchen versehen, damit alle unabhängig und jederzeit das Museum verlassen und wieder betreten konnten. Die Gruppe wurde in 2 Teams unterteilt, das erste Team begann mit der Führung, das zweite Team bekam Audioguides und konnte das Museum auf eigene Faust entdecken. An den vielen Audiostationen gab es verblüffende Informationen zum Leben der Neanderthaler, zum Klima und zur Entwicklung der Menschheit.
Die Dauerausstellung zeigt die Spuren der Menschheit – von ihrer langen Reise aus den Savannen zu den Großstädten heutzutage.drei Schädel
Die lebensgroßen Figuren im Museum wurden auf Grundlage der gefundenen Humanfossilien mit wissenschaftlichen Methoden rekonstruiert.
Modell wird von einer Person ertastetDie Artefakte, die jeder anfassen und erkunden durfte, wie einen Neandertaler Schädel, einen Schimpansen Schädel, einen menschlichen Schädel, einen Mammutzahn von 2 Kg Gewicht (!) und die umfassenden Informationen waren beeindruckend.
Im gemütlichen Café fand nach ca. 1 Stunde der Team Wechsel statt. Viel zu schnell ging die Zeit zu Ende, nach vielen Erkenntnissen aus unserer Vorzeit wartete ein toll organisiertes Mittagessen im benachbarten italienischen Restaurant auf uns. Dort konnten sich alle noch einmal über die Eindrücke und die vielen Aha-Erlebnisse austauschen und ordentlich schlemmen. Später als geplant ging um 16:30 Uhr dieser wunderbare Ausflug in Siegburg zu Ende, den Erika Heck auf das Vorzüglichste vorbereitet und organisiert hat. 
Bedanken möchten wir uns zudem bei der Spenderin, die einen Großteil der Veranstaltung mitfinanziert hat.
Ein Bericht von Barbara Aschenbrenner

Landesmeisterschaft des BSVN im Kegln am 24. 09.2022 in Neuss

Unsere Bonner Mannschaft erreichte mit 1999 geworfenen Holz Platz zwei bei den diesjährigen Landesmeisterschaften. Noch besser war nur die Mannschaft aus Essen, die mit insgesamt 2010 Holz den Wanderpokal gewonnen hat und den BSVN bei der Deutschen Meisterschaft des DBSV auf Asphalt vom 21. bis 23. April 2023 in Augsburg vertreten darf. In den Einzelwertungen haben sich aber noch einige Kegler*innen Vom BSV Bonn/Rhein-Sieg e. V. in verschiedenen Schadensklassen als Einzelkegler*in für die DM in Augsburg qualifiziert.

Besuch des Blinden-Duft- und Tastgartens

Am Freitag, 23. September 2022 hatten Mitglieder des Ambassador-Clubs zum Treffen mit Kaffee und Kuchen in die Rheinauen eingeladen. Bei schönstem Herbstwetter folgten 18 Personen des BSV dieser Einladung. Es war Zeit für Rundgänge um die Hochbeete und für intensiven Informationsaustausch. Leider mussten wir an den Hochbeeten feststellen, dass einige Schilder beschädigt sind und dadurch die Brailleschrift nicht mehr lesbar ist.

Grillfest in Witterschlick

Nach zweijähriger Zwangspause fand unser beliebtes Grillfest in diesem Sommer wieder statt. Etwa 50 Feierfreudige begaben sich am Samstag, 13. August zum Grillplatz des MGV Witterschlick, um dort bei Grillwürsten, Steaks, Erfrischungsgetränken, Kaffee und Kuchen, einen schönen Tag zu verbringen. Als besonderes Highlight wurde live Musik mit einer Harfe gespielt.

Juni 2022

Erste-Hilfe-Kurs

Jeder kann in die Situation kommen, dass er Erste Hilfe benötigt oder leisten muss. Oft entscheiden wenige Minuten über die Lebensrettung und Genesung. Auch wir, seheingeschränkte und blinde Menschen, können sowohl helfen, als auch Hilfe benötigen.  Am 18.06.2022 fand von 10 bis 16 Uhr in den Räumen der Behindertengemeinschaft Bonn ein Erste-Hilfe-Kurs für Blinde und Sehbehinderte statt. Durchgeführt wurde der Kurs von der Johanniter-Unfallhilfe.

An einem Dummy üben Personen die WiderbelebungWie wird ein Verletzter in eine stabile Seitenlage gebracht, wie rette ich eine bewusstlose Person mit einer Herz-Druckmassage und wie geht eigentlich die Mund-zu-Mund-Beatmung?

Diese und andere Hilfestellungen wurden uns ausführlich gezeigt und wir konnten sie gleich ausprobieren. Nach und nach kam jeder mal an die Reihe, um die richtigen Griffe kennen zu lernen. Nach sechs Stunden konzentrierter Arbeit endete der Kurs für uns mit dem beruhigenden Wissen, dass wir nun in einer Notfallsituation Erste Hilfe leisten könnten.  Jedoch auch mit der Hoffnung, dass wir niemals in  eine solche Situation kommen. (Erika Heck, eine Teilnehmerin)

Februar 2022

Spiel, Spaß und gute Laune – Zweiter Spieletreff

Hände einer Spielerin mit Scrabblebrett und SpielsteinenAm Samstag, 05.02.2022 trafen wir uns um 14 Uhr zum gemeinsamen Spiel, Spaß und Vergnügen im Hotel „zur Post“ in Bonn-Küdinghoven. Uschi, die das Treffen vorbereitet hatte, brachte einen Spielekoffer mit jeder Menge altbekannter und neuer Gesellschaftsspiele mit. Alle waren für uns spielbar.  Darunter auch Mensch-ärgere-Dich-nicht, Scrabble, Uno, Backgammon, Hexentanz und etliche andere. Wir konnten uns nach Lust und Laune ein Spiel aussuchen. „Ja, da möchte ich auch mitmachen!“ hieß es dann bei den neun Teilnehmern. Nach einer Runde wurde ein neues Spiel ausgepackt. Es ging ganz munter her. Zur Erfrischung gabs Kaffee und kalte Getränke. Gegen 18 Uhr haben wir gemeinsam zu Abend gegessen. Mit allen spielten wir „Black Stories“, wobei kriminalistischer Spürsinn gefragt war. Um 21 Uhr wurden alle Spiele zusammengepackt und wir fuhren gut gelaunt nach Hause.

November 2021

Bekannte Gesellschaftsspiele wieder entdecken oder unbekannte kennenlernen

Seheingeschränkte, sehende und vollblinde Menschen haben das gemeinsam erlebt.
Beim ersten Treffen am 06.11.2021 haben wir uns auf „Sagaland“ und „Das verrückte Labyrinth“ geeinigt.
Im Angebot sind weitere BSV-eigene Spiele z. B. Scrabble, Kniffel, Mensch ärgere dich nicht, Kartenspiele, Domino oder Mühle.
Wir waren zwar nur eine kleine Gruppe, aber die Zeit verging im Flug und es soll nicht das letzte Mal gewesen sein. Wir haben uns im Hotel „zur Post“ in Küdinghoven getroffen, dort gibt es separate Räumlichkeiten, wo man auch mit einer größeren Gruppe an verschiedenen Tischen  spielen könnte. 
Nach einer ersten Spielrunde haben wir in dem Restaurant gemütlich zu Abend gegessen. Danach ging es weiter bis circa 23:00 Uhr. Der Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, bei einem nächsten Treffen weitere Mitspielende kennen zu lernen (Ursula Müller, eine Teilnehmerin).

Oktober 2021

Herbstspaziergang im Kottenforst

Am Samstagvormittag, 16.10.2021 trafen sich 17 Spazierfreudige einschließlich ihrer Begleitungen und 4 Blindenführhunden an der Waldau.
Unter fachkundiger Leitung des Waldexperten Holger Fechner ging es durch den bunten Wald. Mit einem Gedicht von Heinrich Heine als Auftakt erzählte er uns viel Wissenswertes über die Entwicklung des  Waldes im Herbst. Er hatte auch wieder einiges zum Riechen, Schmecken und Ertasten im Rucksack. Der Spaziergang endete nach 2,5 Stunden mit einem weiteren Gedicht, diesmal von Heinz Erhard am Wildgehege. Bei schönstem Wetter kehrten einige noch im Restaurant Waldau ein.

mehree Personen spazieren im Wald

Urlaub mit Schach an der Ostsee

Die 11. Auflage des „Baltic Sea Braille Chess Cup“ fand vom 03. bis 09.10.2021 im AURA-Hotel Timmendorfer Strand statt. 12 Spielerinnen und Spieler waren am Start. Drei niederländische Schachfreunde ließen sich durch die weite Anreise nicht von der Teilnahme abschrecken. Aus unserer Region waren drei Akteure mit von der Partie.
Turniersieger wurde Ewald Heck (Troisdorf) vor Gerard de Lange (Ned), Platz 4 belegte Bertold Böttcher (Bonn). Irmgard Korf (Köln) landete auf dem 9. Platz.
Gespielt wurde immer nachmittags, am Vormittag war genug Zeit die Ostsee zu besuchen. Die Turnierverläufe konnten dann abends in der Bar diskutiert werden. 
Das Turnier ist offen für Jedermann. Anfang Oktober 2022 geht es wieder an die Bretter – Schachfreunde, bitte schon mal vormerken!  

Der BSV auf Reisen

Aller guten Dinge sind Drei! Nachdem wir schon zweimal coronabedingt stornieren mussten, hat es nun endlich geklappt.

Vom 29.09. bis zum 08.10. waren wir, 26 Personen und 4 Hunde mit dem Bus in Längenfeld – Österreich (Nordtirol). Die Reise wurde durch die Aktion Mensch gefördert. Wir haben den höchsten befahrbaren Gletscher besucht, Station im Steinzeitdorf im Ötztal gemacht, viel gewandert und natürlich gut gegessen.
Hier finden Sie den ganzen Reisebericht von Manuela Landsberg.

Straße mit Reisebus, mit hohen Bäumen umstanden, von weit oben fotografiertReisegruppe über 20 Personen und Blindenführhunde vorhohen Bäumen

August 2021 – „Der schöne Nachmittag“ Schiffsausflug nach Linz

Auch in 2021 fand unser beliebter Schiffsausflug nach Linz statt. Am Mittwoch, 25.08.2021 startete die „frühe“ Gruppe um 12:30 Uhr in Bonn und hatte dann in Linz nach einer sonnigen Fahrt ca. 2 Stunden Zeit für einen Rundgang. Das Wetter war uns wohlgesonnnen, so dass auch ein Kaffee im Freien noch möglich war. Die „späte“ Gruppe ist dann um 14:30 Uhr von Bonn losgefahren und hat in Linz die andere Gruppe eingesammelt und gemeinsam ging es dann wieder zurück. Bis zur Ankunft in Bonn um ca. 18:15 Uhr war reichlich Zeit für viele Gespräche – nicht nur unter Vereinsmitgliedern.

Juni 2021 – Pollermützen – rot-weiß gegen grau

Zum 06.06.2021, dem Sehbehindertentag, beteiligten wir uns an der bundesweiten Aktion des DBSV zur Verbesserung der Sicherheit auf Gehwegen. Sie kennen alle eine Vielzahl von Pollern in unserem Vereinsgebiet. Viele davon sind zu unserem Leidwesen in einem sehr neutralen dunkelgrau gestaltet. Diese unauffällige Gestaltung führt häufig zu schmerzhaften Kollisionen, die durch eine kontrastreichere Markierung der Poller zu vermeiden gewesen wären. Und genau da wollen wir anknüpfen. Wir sorgen mit „Pollermützen“ dafür, dass diese grauen Pfähle eine rot-weiß-gestreifte Kennzeichnung bekommen.

Weitere Infos finden Sie auch unter www.sehbehindertentag.de.

Unsere Pollermützen waren in Bonn am Friedens- und Martinsplatz, in Siegburg am Kreishaus und in Troisdorf am Finanzamt.

Den Artikel dazu im Generalanzeiger vom 04.06.2021 finden sie hier. Die Lokalzeit Bonn hat ebenfalls darüber berichtet 

2016 und 2012

  • 2016 - 8. NRW-Cup im Luftgewehrschießen in Moers

    Am 06.08.2016 fand der 8. NRW-Cup im Luftgewehrschießen bei den Sportschützen des SC. Rheinkamp in Moers statt. Es traten 20 Schützinnen und Schützen zum spannenden Wettkampf an. Als Sieger ging die 1. Mannschaft der Schützenbruderschaft St. Servatius 1948 Siegburg-Zange e.V. mit 888 Ringen nach einem packenden Wettkampf hervor.

    Der Mannschaft gehörten Ilse Glatzel, Anne Wingender, Andreas Glatzel und Günter Wingender an. Von diesen 4 wurden die drei Besten gewertet. Ilse Glatzel wurde beste Einzelschützin mit 296 Ringen knapp vor Anne Wingender die auch 296 Ringe geschossen  hatte. Ilse erreichte bei den letzten Schüssen 100 und Anne 99 Ringe. Als bester Einzelschütze errang Günter Wingender auch 296 Ringe. So konnten die Siegburger Schützinnen und Schützen mit allen erreichbaren Wettkampfsiegen die Heimreise antreten! Dem Veranstalter des Sc. Rheinkamp Sportschützen sei hier noch einmal recht herzlich für die gute Durchführung und Betreuung gedankt.
    Pokalübergabe

    Gruppenbild

  • 2016 - Die Freiheit ist`s

    Text erschienen am  30.07.2016 im Bonner Blickpunkt/Schaufenster.
    Uschi ist ganz hin und weg: „Ich bin früher schon Motorrad gefahren. Und fahre heute noch gern mit dem Roller mit. Das Motorradfahren ist für mich eine alte Liebe." Stilecht mit schwarzer Lederjacke und knallrotem Helm entert sie die BMW von Horst. Der hat eine Kutte an. Da steht in dicken Lettern „Blue Knights".
    Die Blue Knights sind ein Motorradclub, der aus Polizisten besteht", erklärt deren Präsident, Ray. Ray ist mit seiner Honda gekommen. Wie die anderen will er einigen Sehbehinderten und Blinden einen Gefallen tun. Und sie mitnehmen auf einen Motorradtrip nach Ahrweiler. Von der Rigal'schen Wiese aus soll's los gehen. „Wir haben 25 bis 30 Mitglieder", so Ray. „Zum größten Teil Polizisten. Die Bewegung der Blue Knights kommt aus den USA. Der Name „Blaue Ritter" hängt zusammen mit deren Uniformen, die damals blau waren. 1974 gegründet, kam die Bewegung nach Europa. Dort wurde als erstes europäisches Chapter die Gruppe in Bonn gegründet. Das war 1989. Heute gibt es deutschlandweit 36 Chapter. Deren Ziele sind schnell erzählt: Gegründet mit dem Anspruch, den Straßenverkehr zu regeln, kümmern sich die knights außer um das Motorradfahren und das Clubleben um soziale Zwecke. So unterstützt das Chapter Germany I mit dem Sitz in Bonn etwa ein Kinderheim für Kids, deren Eltern suchtkrank sind und deshalb ihre Kinder nicht mehr betreuen können. Oder sie kümmern sich eben um Menschen, die erkrankt sind. Und die sich riesig freuen, „zurück ins Leben zu kommen", wie, es Hugo, Vorstand des Blindenvereins Bonn, ausdrückt. „Es ist die Freiheit auf dem Motorrad, die bringt's", schwärmt Uschi. Sie ist erst im reifen Lebensalter erblindet. Heute ist von Sorgen nichts zu spüren. Die dicke BMW zwischen den Beinen, geht es auf Tour. Horst ist ein erfahrener Biker: „Ich bin pensioniert. Und liege jedes Wochenende unter meiner Maschine. Irgendwas ist immer zu tun. Und wenn es putzen ist. Ein echtes Hobby eben" lacht er. Da, ein Rasseln. Das kann nur eine Ducati sein. Königswelle. Daher das typische Rasseln. Uli ist endlich eingetroffen. Dann kann's ja los gehen. Elisabeth sucht noch die passende Jacke. „Ich bin früher oft Motorrad gefahren. Eine alte Leidenschaft", freut sie sich. Zum dritten Mal ist das Chapter Germany I aus Bonn mit den Sehbehinderten unterwegs. „Wir haben uns mal bei einem Sommerfest der Dienststelle intensiv ausgetauscht", erzählt  Hugo. „Und seitdem bieten wir das einmal im Jahr an.” Gerd, Horst, Ray und Ulli verteilen Helme, helfen ihren Beifahrern auf die Sitzbank und dann kann's losgehen: Auf in die große Freiheit. Den Wind um die Ohren wehen lassen. Horsts BMW hat sogar Radio an Bord. Von der Maschine könnte man essen, so sauber ist sie, obwohl sie schon zweimal um die Welt gefahren ist. „Das ist eben Hobby." Es ist nur schwierig, wenn man in Urlaub Fährt. „Mit dem Gepäck: Nicht für mich. Für die Beifahrerin." Was ein echter Biker ist, er braucht nicht viel. Die Maschine unter sich, den Fahrtwind um die Ohren und ein Ziel. So geht das Leben fast wie von selbst. Unbeschwert. Auf der Autobahn fegt eine andere Maschine an den Blue Knights vorbei: MV Agusta, schnell, rot, elegant. Aber in dieser Ausführung für Beifahrer völlig ungeeignet. Uschi würde mit niemandem tauschen. Die BMW mit Horst bereitet ihr einen unvergesslichen Tag. So werden Träume wahr. Mitten in Bad Godesberg. An einem ganz normalen Samstag.

    Uschi mit Horst

  • 2016 - Fahrt nach Marburg zum Louis-Braille-Festival

    Am 01.07.2016 um 09.00 Uhr hieß es für 24 Mitglieder des BSV Bonn/Rhein-Sieg e.V.  auf nach Marburg zum Louis-Braille-Festival. Um 12.00 Uhr erreichten wir das Hotel „Bellevue“ in Marburg-Wolfshausen, bezogen unsere Zimmer und danach ging es zum Festivalgelände. Ausgestattet mit unseren Festivalausweisen konnten wir starten. Da das Programm sehr vielseitig war, bildeten wir kleine Gruppen und so konnte jeder seinen Interessen nachgehen. Um 21.00 Uhr war Treffpunkt am Bus der uns zurück ins Hotel brachte. Samstag früh nach einem reichhaltigen Frühstück waren alle wieder bereit für einen neuen Tag im Georg-Gaßmann-Stadion. Es bildeten sich wieder kleine Gruppen, die unterschiedliche Veranstaltungen wie „Spiel ohne Grenzen, Singen eines Chores, Auftritte verschiedener Sängerinnen und Sänger aus eigenen Reihen und vieles mehr“ besuchten. Darüber hinaus gab es ein sportliches Angebot wie Schießen, Tandem-Fahren, Geschicklichkeitsspiele, das Fahren mit Go-Card und das Klettern an der Kletterwand. Die beiden letzteren sportlichen Aktivitäten sind im anliegenden Video zu sehen. Auch die Vorstellung der einzelnen Landesverbände fehlte bei diesem Festival nicht. Es wurde insgesamt ein sehr abwechslungsreiches Programm angeboten. Detailliertere Informationen zum kompletten Ablauf des Louis-Braille-Festivals  finden Sie auf der Webseite des DBSV: Festival-2016 Der Bus sollte an diesem Tag wegen dem anstehenden EM-Spiel schon um 18.30 Uhr zurück zum Hotel fahren. Nach einem spannenden Fußballspiel und kurzer Nacht startete der Bus am Sonntag schon mit den Ersten um 09.30 Uhr zur Elisabeth Kirche nach Marburg. Der zweite Teil folgte um 10.30 Uhr zum Festzelt an der Kirche. Nach einem Stadtbummel, Einkehr, und Treffen von Bekannten traten wir um 15.00 Uhr die Heimreise an. Um 17.30 Uhr waren wir wieder zurück in Bonn. Es war ein gelungenes Fest, ein tolles Wochenende und eine Supertruppe einschließlich super Busfahrer. Jutta und Hugo Ueberberg

  • 2012 - Reise in den Harz nach Wernigerode
  • 2012 - Deutsche Olympia-Museum in Köln

    Schneller – höher – weiter BSV Bonn besucht das Deutsche Olympia-Museum in Köln (von Erika und Ewald Heck, Troisdorf)„… und hier habe ich einen Turnschuh der Größe 59!“ sagt Jennifer Guthoff und hebt einen überdimensionalen Schuh eines amerikanischen Basketball-Spielers in die Höhe. Wir sind
platt und lassen das gute Stück kreisen.

Am Freitag, 9. November 2012, war der BSV Bonn/Rhein-Sieg mit 10 Personen zu Gast beim Deutschen Olympia-Museum in Köln. Um 16.30 Uhr begrüßte die Sportlehrerin Jennifer Guthoff uns im Foyer des Museums und vermittelte in einem zweistündigen Rundgang einen sehr informativen, kurzweiligen und humorvollen Einblick in die Welt des Sports.

Zunächst ging es durch einen „Zeittunnel“ zurück in die Antike. Uns wurden viele sportliche Details aus Olympia ausführlich beschrieben. Dem Sieger einer Disziplin wurde ein Kranz aus Olivenzweigen überreicht, der ihm ein sorgenfreies Leben sicherte! Es durften Ausstellungstücke und Skulpturen in die Hand genommen werden. Am Miniaturmodell des Olympiastadions gab es Infos in Braille zu lesen.

Weiter ging die Reise ins 19. Jahrhundert zu Turnvater Jahn. Pferde, Kästen, Barren und Sprossenwände waren damals schon gut bekannt. Im Jahre 1896 wurden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit ausgetragen. Die damalige Sport– und Badebekleidung bedeckte den Körper von der Schulter bis zur Wade. Frauen waren von sportlichen Aktivitäten bis etwa 1920 ausgeschlossen!

Die kontinuierliche Leistungssteigerung bei den Sportlerinnen und Sportlern wurde uns anschaulich demonstriert: Wir schritten den Riesensatz von 8,94 Metern ab, der den Weltrekord im Weitsprung darstellt. Nun war auch Mitmachen angesagt, indem unsere Reaktionsschnelligkeit an einem Touch-Screen getestet werden konnte. Hugo Ueberberg war der Schnellste: Er reagierte nach einer Tausendstel Sekunde! Beim Gewichtheben durften wir uns beim Startgewicht von 70 kg versuchen: „Ääächz – Stöhn!“ Abschluss des Rundgangs war im Windkanal, wo wir auf einem Rennrad auf Tempo fahren konnten. Der Gegenwind wurde bei steigendem Speed immer höher. Es wurde eine Spitzengeschwindigkeit von 55 km/h gemessen!

Es gibt noch viele interessante Sportgeräte zu erkunden, und ein weiterer Besuch ist sicher lohnenswert. Danke sagen wir unserer freundlichen und sehr kompetenten Museumsführerin Jennifer Guthoff, die uns mit viel Einfühlungsvermögen einen ‚Einblick in die Welt des Sports gegeben hat.

2011 – 90-Jahr-Feier BSV Bonn/Rhein-Sieg

Broschüre 90 Jahre Jubiläum BSV

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Blinden- und Sehbehindertenverein Bonn/Rhein-Sieg e. V.